Kinder & Schule

 

 

Diese Seite wird wahrscheinlich am umfangreichsten und ist noch in Arbeit. Ich erfahre täglich Neues bzw. Uraltes dazu.

Hier erwarten Euch Gründe und

Rezepte für eine völlig neue Art von Schule.

Außerdem werden Prinzipien von Schulen gezeigt, wie sie heute schon erfolgreich  existieren.

Als Vorgeschmack meiner Überlegungen - Gedankenkarte

 Paradigmenwechsel Kindererziehung oder

Grundsätze Waldschule oder

Vortrag Elternrat & Lehrer  dazu.

 

 

Grundsätze sind die Waldschule, als Umfeld / Lebensraum und das pädagogische Prinzip "Kinder wachsen lassen", was nichts anderes bedeutet, dass wir aufhören unsere Kinder zu unterschätzen, indem wir ihnen vorschreiben, was sie zu lernen haben und damit anfangen, ihnen natürliche Lebensräume zu bieten, in denen sie sich und die Natur kennen lernen. Die Schule wird von den Kindern selber aufgebaut. Nur die kindliche Reinheit kann Steine und Räume beleben. Welcher erwachsene Handwerker kann das schon oder noch. Es muss in uns gespeichert sein oder wie will man das Phänomen erklären, das wir in einem nicht wieder erreichten Glücksgefühl der Kindheit, beim Bau einer Bude oder bei Mädchen, das wohl älteste Spiel "Vater-Mutter-Kind" die Zeit vergessen ließen. Es ist gerade dieses Gefühl aus dem Inneren, was mit "Im Augenblick Leben" gemeint ist. Bevor Lehrer und Eltern nicht in dieses Gefühl kommen, sollten sie gar nicht erst versuchen, Kinder zu verstehen. Alles andere wäre wieder nur das alte Programm vom Verurteilen und Einschätzen. Das ist die größte aller Illusionen - Angst. Wir werden staunen, was liebende Kinder alles können und auch aus tiefstem Herzen wollen.

 

 

Hier nur 3 Beispiele, wie Kinder jedem Stein ein Herz geben können:

Gerne halte ich Vorträge über den Besuch der Waldschule in Russland oder wie meiner Meinung nach, dass Bildungsproblem gelöst werden kann. Ich wünsche mir, besonders viele interessierte Lehrer und Politiker zu begeistern. Dann können wir schneller unsere eigenen Waldschulen aufbauen.

Bis dahin suche ich nach weiteren Erkenntnissen für unsere Kinder.

(1. Fortsetzung Juli 2006)

Dass, was ich am Wenigsten erwartet hätte, vor dem ich vielleicht sogar Angst hatte, ist geschehen. Ich durfte einen Hohen Verantwortlichen kennen lernen. Ich sage bewusst hohen, weil ich jetzt das Vertrauen habe, das an jeder leitenden Position in unserem Land die Richtigen sitzen und jeder sein Bestes gibt. Diesen Menschen, die Verantwortung übernehmen, verdienen unseren Respekt und Unterstützung. Ich halte es hier mit dem alten Kaiser, das es dem Untertan, auf Grund seiner beschränkten Einsicht, nicht gestattet ist, Maßregeln an die Obrigkeit anzulegen. Untertan - Obrigkeit sind zwar etwas altmodisch, doch mir geht es hier um den Sinn, dass wir alle andere Perspektiven haben und uns deswegen nicht bekämpfen sollten. Arbeiten wir begeistert zusammen.

Leider ging das Gespräch nur 45 Minuten, hatte aber schnell das Gefühl, meine Offenheit erwidert zu bekommen. Mit dem Versprechen, sich noch einmal zusammen zu setzen, sehe ich hoffnungsvoll in die Zukunft. Es war auf jeden Fall ein erster Schritt - ein Anfang.  Das Gespräch selbst war persönlich und wird von mir vertraulich behandelt. Zur Vorbereitung auf diese Einladung habe ich neben o.g. Gedankenlandkarten, Folgendes erarbeitet.

 

    Wie konnte es zu unserer Bildungsmisere kommen?    
   

Eine Philosophische Ursachenforschung  von Frank Willy Ludwig

 

-          Viele Eltern empfinden einen Unterricht in kritischem Denken, in der Lösung von Problemen und in Logik als bedrohlich. Um unsere Lebensart zu schützen, haben wir ein Erziehungssystem aufgebaut, das sich auf die Entwicklung des Gedächtnisses und nicht der Fähigkeiten des Kindes gründet.

-         In den meisten Fällen hat die Menschheit entschieden, dass Sinn, Zweck und Funktion der Erziehung in der Weitergabe von Wissen besteht, dass Menschen zu erziehen bedeutet, ihnen Wissen zu vermitteln - im Allgemeinen verstehen sie darunter das angesammelte Wissen der jeweiligen Familie, des Klans, des Stammes, der Gesellschaft, der Nation und der Welt. Doch Erziehung hat sehr wenig mit Wissen zu tun. Erst angewandtes Wissen ist Weisheit und Voraussetzung, die Wahrheit zu erkennen. Erst Handeln bedeutet Leben.

-         Wir erzählen unseren Kindern nicht die Wahrheit über uns, damit sie nicht erkennen, wer wir wirklich sind und erfahren,  wie die Geschichte wirklich passiert ist, aus Angst vor unserer Schuld und Entschuldigung für unsere Handlungsunfähigkeit.

-       Eltern, die nicht wollen, dass ihre Kinder Werte in Frage stellen, sind keine Eltern, die ihre Kinder lieben, sondern Eltern, die durch die Kinder ihren Egoismus befriedigen. Dabei spielen Eltern die vorrangige Rolle bei der Wertevermittlung, im Aufbau eines Wertesystems der Kinder.

-         Wir lehren unseren Kindern, was sie denken sollen, statt wie man denkt. Es wird der Jugend nicht gestattet, die Geschichte kritisch zu analysieren. Es wurde ihnen nur gestattet, sie auswendig zu lernen. Wir wollen nicht, dass unsere Jugend ihre eigenen Schlussfolgerungen zieht. Wir wollen, dass sie zu Schlussfolgerungen gelangen wie wir. Damit verdammen wir sie, dieselben Fehler zu wiederholen.

-         Unsere geschichtliche Interpretation liefert Informationen, welche als das Was-Richtig-Ist präsentiert wird, statt als das was es ist, nämlich ganz einfach Fakten und Daten. Daten der Vergangenheit sollten nicht Grundlage für die gegenwärtige Wahrheit bilden, sondern stets die Grundlage für neue Fragen bilden.

-         Lehrprogramme, die den Kindern beibringen, wie sie Fähigkeiten und Fertigkeiten statt des Gedächtnisses entwickeln können, werden rundum von jenen verlacht, die sich einbilden, zu wissen, was ein Kind lernen muss. Doch was wir unseren Kindern gelehrt habt, hat unsere Welt zu Ignoranz geführt, statt diese aufzuheben.

-         Die Welt ist aus den Fugen geraten, aufgrund dessen, was wir sie nicht haben lehren lassen. Eltern und unsere Schulen haben nicht gelehrt, dass die bedingungslose Liebe alles ist, was es gibt.

-          Schon immer haben die jungen Leute alte Lebensweisen zerstört. Unsere Aufgabe ist es, sie dazu zu ermuntern, statt sie zu entmutigen.

-          Wenn die Jugend nicht gegen das Alte ankommt, werden sie genau so wie wir.

-          Wir stecken unsere Kinder in Schulen, in den konkurrierendes Verhalten erlaubt und geradezu ermuntert wird.

-          Wir lassen es zu, dass Bilder der Gewalttätigkeit, die Bilder der Liebe verdecken. Das ist das einzige Problem der Menschheit – der Mangel an Liebe.

-          Wir haben dafür gesorgt, dass sich unsere Kinder für den eigenen Körper schämen.

-          Solange wie wir die Verantwortung für all das ablehnen, können wir nichts an irgendetwas ändern.

-          Wir dürfen nicht mehr zulassen, dass auf den Drang nach Veränderung, mit Hohn und Spott reagiert wird. Der Grund dafür ist unsere eigene Angst und Wut.

-          Wir konnten die einfachsten elementarsten Grundprinzipien einer zivilisierten Gesellschaft nicht verstehen. Wir wissen nicht, wie wir:

Ø                                                            Konflikte gewaltfrei lösen können

Ø                                                            Ohne Angst leben können

Ø                                                            Ohne Eigensucht handeln können

Ø                                                            Bedingungslos Lieben können

Der Weg aus diesem Schlamassel, ist an unseren Schulen zu finden. Unsere Hoffnung liegt in der nächsten Generation und den Folgenden. Wir müssen aufhören, sie mit den Methoden der Vergangenheit zu knebeln. Diese Methoden haben versagt. Also kehren wir um und lehren die wahren Werte überall an unseren Schulen. Das bedeutet eine radikale Verabschiedung von der gegenwärtigen Weltsicht – Zeit das sich was dreht.  

 Welche PARADIGMENWECHSEL / WERTEWANDEL sind erforderlich?

-          Behandeln wir die Kinder als das was sie sind, was wir alle sind - als heilige Geistwesen, mit einer lebendigen Seele, um einen wunderbaren Körper. Geben wir den Kindern sosehr wie möglich das Gefühl von Unbegrenztheit!

-          Es gibt kein wichtigeres Thema als die Erziehung unserer Nachkommenschaft!

-          Geben wir den Kindern so wenig Wissen wie möglich weiter. Lassen wir das Kind selbst entdecken!

-          Weisheit ist angewandtes Wissen. Wissen vergisst man – die weise Tat ist ewige Schöpfung!

-          Erklären wir den Kindern, wie sie zu ihrer eigenen Wahrheit gelangen!

-          Kindererziehung ist nicht alleinige Verantwortung der Eltern und Schulen, sondern die Hauptaufgabe der gesamten Gesellschaft. Nur die Weisesten dürfen unterrichten!

-          Führen wir die Kinder mit Sanftheit, Güte und Achtsamkeit in die Welt ein, die wir erschaffen haben und lassen sie diese nach ihren Vorstellungen verändern!

-          Achten wir sorgsam darauf, was wir ihnen in ihren Gedächtnisspeicher eingeben!

-          Wir dürfen nicht die Bilder der Liebe verstecken!

-          Unterrichten wir unsere Kinder in Bewegung, Musik, Freude an Kunst, am Geheimnis der Märchen und den Wundern des Lebens zu finden!

-          Erlauben wir ihnen, uns zu zeigen, was in ihnen steckt, statt etwas in das Kind hineinzuzwängen, was für es unnatürlich ist!

-          Gestatten wir ihnen, kritisch zu denken, Probleme zu lösen und schöpferisch tätig zu sein!

-          Schulen wir, das Instrumentarium der eigenen Intuition und dem tiefsten inneren Wissens zu nutzen!

-          Lehren wir ihnen Gedanken und Ideen, nicht Fachwissen!

-          Entwerfen wir einen neuen Lehrplan auf den Grundsäulen

BEWUSSTHEIT – EHRLICHKEIT – VERANTWORTUNGSGEFÜHL

Alles was wir künftig lehren soll aus diesen Grundgedanken erwachsen!

-          Schulen sind genau der richtige Ort für solche Unterweisungen, weil die Schulen von den Vorurteilen der Eltern getrennt sind. Die Schlüsselfrage „Was denkst du?“ steht immer im Mittelpunkt!

 

Korrigieren wir unsere Lehrpläne und unterrichten Werte in Kursen wie:

v      Friedliche Konfliktlösung

v      Verständnis von Macht

v      Funktion von Körper Geist und Seele

v      Elemente liebender Beziehungen

v      Persönlichkeit und Selbstschöpfung

v      Kreatives Bewusstsein und die Kraft des Geistes

v      Selbstwertgefühl und Andere wertschätzen

v      Fairness und Toleranz

v      Individualität und Gemeinsamkeiten

v      Freudvoller Ausdruck der Sexualität

v      Ethische Ökonomie

v      Bewusstheit und Wachsamkeit

v      Ehrlichkeit und Verantwortungsgefühl

v      Sichtbarkeit und Transparenz unserer Gedanken und Taten

v      Wissenschaft und Spiritualität

v      Kommunikation und Zusammenarbeit

 

Wir dürfen nicht diese wichtigen Themen in ein oder zwei Fächern, wie Geschichte, Gesellschaftskunde oder Religionsunterricht als Nebensache packen. Vielmehr sind gesonderte Kurse, zu jedem einzelnen Thema zu realisieren. Beginnend mit den künftigen Lehrer selbst. Wir müssen an unseren Schulen wieder lernen, dass es für uns vorteilhafter wäre, wenn die Schulen Fragen aufwerfen, statt hauptsächlich als Lieferant für Antworten zu dienen. Hochentwickelte Gesellschaften ermuntern alle Kinder dazu, die Antworten für sich selbst zu entdecken und zu erschaffen.

Auch hier gilt wieder, dass Worte nicht alles sagen können und meist zu Missverständnissen führen. Taten können schon eher Gefühle ausdrücken. Deswegen stehe ich mit meinen Handlungen jedem jederzeit zur Verfügung, dem die radikale Reform unseres Wertesystems im Herzen liegt. Ich bin nicht mehr bereit irgendwas zu bekämpfen und möchte stattdessen, meine eigene Verantwortung in unserer Gesellschaft wahrnehmen und mit allen zusammen an den blühenden Landschaften arbeiten.

 

Außerdem erkläre ich hiermit, dass ich weder einer Partei, Verein, Religion, Sekte o.ä., noch irgendeiner anderen Organisation angehöre und auch nicht die Absicht habe. Ich habe lediglich das Glück, eine wundervolle Frau an meiner Seite zu haben und lebe mit meiner Familie auf einem halben Hektar Land. Ich bin einfach nur der Mensch der ich bin, selber Schüler, Sohn einer Pädagogin und Ingenieurs, Ehemann, Vater von 3 Kindern, Gärtner, Lehrer und würde mich freuen, allen die es möchten, dienlich sein zu können.

(Meine Tel. Nr. 033362/71230)

Nach derzeitigem besten Gewissen und Bewusstsein, verneige ich mich tief vor allem Leben und wünsche Allen Gesundheit, Glück und Wohlstand.

Frank Willy Ludwig

Liepe im Land Brandenburg, Landkreis Barnim

Juli 2006

 

 

   
   

Prinzipien zur komplexen Persönlichkeitsentfaltung von Kinder und Jungendlichen

 

Zusammengefasst nach meinem heutigen Erkenntnisstand, nach bestem Wissen und Gewissen in Anlehnung an die Erfahrungen des „Zentrum der komplexen Persönlichkeitsgestaltung von Kindern und Jugendlichen“, Region Krasnodar, Russland. Diese Stammschule hat mit dem offiziellen Auftrag das Schulmodell der Zukunft herauszuarbeiten, erstaunliche Erfahrungen gesammelt und befindet sich zurzeit bei 100% Selbstversorgung auf dem Weg, sich auch selbst zu finanzieren, um freitragend zu sein. Folgende Prinzipien sollten wir meiner Meinung nach auch in Deutschland versuchen anzuwenden:

  1. Staatlich Gemeinnützig
  2. Natürlicher Lebensraum
  3. Hauptfach – Leben
  4. Gesunde Ernährung, Selbstversorgung
  5. Zusammenhängende Wissenschaften
  6. Kinder nicht unterschätzen, Lehrertätigkeit
  7. Freie Entscheidung, Wahlmöglichkeit, Komplexe Angebote
  8. Keine Bewertung, Stundenpläne und Pausenklingel
  9. Gemischte Klassen nach Wissenschaften, Wochenschule

1. Keine Schul- und Studiengebühren

Der Schulbesuch ist kostenlos. Siehe aktuelles Schulgesetz. Die Finanzierung regelt sich über eine besondere Förderung, Spenden und eigener Wertschöpfung, so dass unabhängig vom Verdienst der Eltern, jedes Kind eine solche Schule besuchen darf. Von einem Kind Geld für die eigene Entfaltung zu nehmen, ist unmoralisch. Vielmehr sollte ein Kind vom Nehmen ins Geben kommen, um die Erfahrung zu machen, durch eigene Arbeit und Leistung frei zu sein. Das Ziel ist die Selbstfinanzierung, damit die Schüler nicht das Gefühl von Abhängigkeit bekommen, sondern frühzeitig, für sich selbst verantwortlich sein können.

2. Natürlicher Lebensraum

Schule als Kinderdorf in einer unbelasteten Umgebung, wie Naturschutzgebiet im ländlichen Raum. Vorzugsweise mit Wald, Wiesen, Gewässern und Tieren. Die Gebäude werden von den Schülern selbst erbaut und kunstvoll ausgestaltet. Die schuleigene Gärtnerei und nahe gelegene Biohöfe liefern die vegetarische Kost. Die Mahlzeiten werden von den Kindern selbst zubereitet.

3. Hauptfach – Leben

Die Schüler werden nicht auf das Leben vorbereitet, sondern sie leben einfach im Hier und Jetzt. Da gibt es nichts zu lernen. Vielmehr ist es eine Frage der Erinnerung, die Art wie Informationen, welche in unseren Genen gespeichert sind, abgerufen werden können. (Vgl. Wissenschaft entdeckt Zellintelligenz). Alles was der Mensch an Wissen für das Leben benötigt, ist wie bei den Pflanzen und Tieren, in seinen Genen gespeichert. Zudem besitzt jede Art ein oder mehrere Informationsfelder. Wir sind eine Art wandelndes Stammgedächtnis mit den qualitativsten Informationen des gesamten Kosmos. Um damit zu arbeiten, dürfen wir uns nicht über die Maßen von außen ablenken lassen. Die gesamte Erkenntnistätigkeit ist so zu organisieren, dass wir als Eltern und Lehrer dem Kind helfen, sich selbst zu realisieren, mit all seiner Unermesslichkeit, in einer fließenden Zeit, Sprache und Mittel zu finden, in dieser Unermesslichkeit im Augenblick selbst, wie in der Ewigkeit zu leben. Das ist alles was wir für unsere Schüler tun können. Alles andere würde das Kind von seinem individuellen Weg abbringen und ihm schaden.

Nach Schulabschluß können die jungen Erwachsenen ihren eigenen Lebensraum gestalten, sich selbst versorgen, kennen ihre besonderen Fähigkeiten und sind hoch motiviert.

Neben einem staatlichen Schulabschluß, kennen sie bereits ihre Berufung und haben eine praktische Ausbildung dieser oder mehrerer Handwerke abgeschlossen. Sie verstehen es auch durch künstlerische Disziplinen ihre ganze Persönlichkeit/Seele auszudrücken und haben somit die Vorraussetzung, den richtigen Lebenspartner zu finden, um eine Familie gründen zu können. Die Motivation der Schüler besteht vornehmlich darin, dass sie sich bewusst sind, Anfangsglieder einer Kette zu sein, die dem eigenen Volk und der ganzen Erde dient. Allen liegt das Gelingen am Herzen, damit weitere Schulen nach diesem Beispiel gegründet werden können. Viele werden selber Lehrer sein. Die wichtigste Frage für alle ist – wie werde ich ein gesunder glücklicher Mensch und kann meinem Vaterland dienlich sein. 

4. Gesunde Ernährung, Selbstversorgung

Die tägliche ausgewogene Ernährung von Körper, Geist und Seele, wird durch die Kinder selber geregelt. Die biologisch einwandfreie Nahrung versteht sich von selbst.

Regeln des täglichen Miteinanders und der Umgang mit äußeren Erscheinungen werden diskutiert und selber festgelegt. Verunreinigungen der geistigen Ernährung, werden durch die konzentrierte Betrachtung jedes Problems erkannt und durch zielorientierte Lösungssuche behandelt. Künste wie Malerei, Gesang, Musik, Tanz und Schauspiel sind täglicher Bestandteil des Lebens. Dabei sind die Schüler Produzenten, Darsteller und Kritiker in eigener Person. Als Wertmaßstab dient ausschließlich die Freude Aller.

Die natürliche Umgebung und der liebevolle Umgang mit Allem ernährt die Seele mit Licht, Farben, Düften und Tönen.

5.  Zusammenhängende Wissenschaften

Die Teilwissenschaften dürfen nicht zerrissen werden, was bedeutet, dass das Studium des erwählten Faches erst abgeschlossen ist, wenn der Kreis geschlossen ist. So kann z.B. die Mathematik von 10 Jahren in wenigen Wochen/Monaten komplex erkannt und verstanden werden. Dabei unterrichten sich die Kinder hauptsächlich selber und schreiben ihr eigenes Lehrbuch. Eine unabhängige Prüfungskommission prüft nach Abschluss, spätestens nach 10 Jahren alle Teilfächer. Die Motivation der einzelnen Spezialisten besteht darin, den Lehrstoff anderen Schülern zu vermitteln, so dass auch die jungen Bauarbeiter, Künstler, Köche, Schneider, Gärtner usw. die Prüfung bestehen.

6. Kinder nicht unterschätzen

Alle erwachsenen Lehrer, Spezialisten, Manager und Betreuer dienen den Kindern und machen keine Vorschriften. Sie agieren so, dass die Kinder nicht einmal das Gefühl bekommen, unvollkommen zu sein und etwas nicht zu wissen. Es darf keinerlei Wertungen und Urteile geben. Das gemeinsame Leben ist geprägt von aufrichtiger und herzlicher Wertschätzung aller Beteiligten. Die einzige Aufgabe der Pädagogen ist es, den Kindern alle Möglichkeiten zur freien Entfaltung der Persönlichkeit anzubieten, ihnen zu helfen sich selbst zu verwirklichen und sie vor Manipulationen von Außen zu schützen. Kinder leben noch im Augenblick, helfen wir ihnen, dieses Gefühl zu bewahren. So ist jede Handlung im Moment die Wichtigste und wird mit liebevoller Hingabe getan. Die so geschulte Aufmerksamkeit macht jede Tat zu einer Schöpfung, zu etwas Bleibenden – Ewigem und verbunden mit der Liebe zum Leben, zum Dienst an der ganzen Erde.

7. Freie Entscheidung, Wahlmöglichkeit, Natürliche Angebote

Jeder Schüler entscheidet selber, wann, was und wie es lernt. Einzige Bedingung ist, dass alle Fächer, wie in der Hauptschule innerhalb der 10 Jahre studiert wurden und unabhängig abschließend geprüft sind. Alle Fächer sind gleichberechtigt, ob Tanz, Musik, Gärtnern oder Physik, Mathematik, Biologie, Fremdsprachen. Die Entscheidung liegt bei jedem Einzelnen, so das entsprechende Talente und Fähigkeiten frühzeitig erkannt werden und der  Entwicklung von Selbstbewusstsein / Selbstwertgefühl dienlich sind.

Es werden die Fächer des Lebens angeboten. Ziel ist es, das eigene logische Denken zu trainieren, um komplexe Zusammenhänge der Teilwissenschaften zu erkennen und das Leben selbst zu verstehen. Das Wort und dessen sprachlicher Ausdruck sind dabei untrennbar mit unserer eigenen Geschichte verbunden. Dabei wird keiner Religion oder Philosophie der Vorzug gegeben. Vielmehr steht die Geschichte und Sprache der Heimat und unserer Ahnen, als Identifikation auf die Frage, wo wir herkommen? im Vordergrund. Diese zu ehren und neue Wege zum Erblühen des gesamten Volkes zu finden, ist Hauptmotivation.

Niemand versteht sich als Einzelperson, sondern Individualität immer im Zusammenhang  mit der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft des Familienstamms, somit des gesamten Volkes (Europa) und der gesamten Erde. Die Lehrer verstehen sich höchstens als Manager, welcher den Bedürfnissen und Wünschen der Schüler entsprechen und ihnen für jede Disziplin, das geeignete Umfeld, Material und Informationen beschafft, wohl wissend selber Schüler des Lebens zu sein. Unterrichten dürfen nur die weisesten Lehrer, welche die Antwort auf die gestellte Frage bereits selbst erfahren haben.  Das können natürlich auch Schüler selbst sein. Kein Lehrer gibt vorgefasste Meinungen wieder, sondern ist immer auch offen für neue Ansichten. Diese Zusammenarbeit mit den Schülern verfolgt das Ziel von Wahrheit und Liebe zum Leben. Die heutige Macht des Stärkeren weicht dem Verständnis, dass das Leben einzigartig ist, Alles lebendig ist, zusammenhängend existiert und der Mensch die Macht und Mittel besitzt das Leben zu verschönern. Identität und Motivation sind Vorraussetzung für die eigene Bewegung, was schließlich den individuellen Lebenssinn erschließt.

8. Keine Bewertung, Stundenpläne und Pausenklingel

Eine Bewertung der Leistungen in Wort oder durch Benotung ist auszuschließen. Die Schüler sollen keine schlechten Gefühle durch Urteile bekommen. Ängste ungenügend zu sein, dürfen nie entstehen. Jede wissenschaftliche Teildisziplin wird durch eine unabhängige staatliche Prüfungskommission abschließend geprüft. Der Unterricht wird von den Schülern bzw. Gruppen selber festgelegt. Dabei gibt die persönliche aktuelle Leistungskurve den Beginn, die Dauer, die Pausen und das Ende der Schulstunde vor. Auf eine individuell ausgewogene Aktivität von Körper, Geist und Seele achtet das gesamte Team. Unterrichtspläne werden von den einzelnen Lerngruppen selber festgelegt.

9. Gemischte Klassen nach Wissenschaften, Wochenschule

Je nach Veranlagung können die Kinder selber entscheiden, welche Teildisziplin, wann studiert wird. Somit kommt es zu gemischten Klassen, wobei die älteren bereits erfahrenen Schüler die jüngeren unterstützen. Damit die Wissenschaft vom Leben nicht getrennt wird, ist das gemeinsame Leben sehr wichtig. Getrennt nach Geschlechtern verbringen die jungen Wissenschaftler der jeweiligen Lerngruppen auch die Nacht gemeinsam. So bleibt ein einzigartiges, bisher kaum untersuchtes Phänomen, von einem wissenschaftlichen Feld 24 Stunden am Tag erhalten. Die Eltern können jederzeit ihre Kinder besuchen, an den Wochenenden und natürlich in den Ferien nach Hause holen. Spannend wird der Wille der Kinder selbst sein, so dass es auch zu einem Bewusstseinswandel der Eltern kommt, wenn diese ihre Kinder verstehen lernen möchten.

Worte können nur unzureichend unsere Gefühle wiedergeben. Darum stehe ich jedem Interessenten für weitere Fragen oder Treffen unter 033362/71230 zur Verfügung.

Bis dahin verbleibe ich mit lieben Grüßen

Frank Willy Ludwig                                                                                       

Liepe im Land Brandenburg, Landkreis Barnim

Juli 2006

 

 

 

   

 

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